445 Einträge insgesamt
Lager Lagertyp Landkreis Beschreibung
Kriegsgefangenenlager 1081 Roggenstede WTM

Steinbau
Kriegsgefangenenlager AK 1081
21 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1195 Thunum WTM

Steinbau auf Bauernhof, zwei Gebäude
Kriegsgefangenenlager AK 1195
Etwa 50 Kriegsgefangene, zunächst Polen, dann Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1939 bis 1945
Wladimir Sosluk, ein sowjetischer Kriegsgefangener, wurde von dem Landwirt, bei dem er in Fiekensholt arbeitete, mit einer Forke beworfen, weil er angeblich nicht schnell genug arbeitete. Sosluk warf die Forke zurück. Er wurde von seinem Arbeitgeber angezeigt. Ein Standgericht unter Leitung von Kapitän Grundtner verurteilte ihn zum Tode durch Erschießen.
Wladimir Sosluk wurde am 26.4.1945 um 10:30 in einem kleinen Wald bei Thunum erschossen. Zuvor musste er dort sein eigenes Grab ausheben. Als kanadische Truppen ins Esens einrückten und von der Hinrichtung erfuhren, sollten zur Vergeltung 100 Thunumer zwischen 18 und 60 Jahren erschossen werden. Dazu kam es aber nicht. Das Grab musste geöffnet werden und der Leichnam des Erschossenen auf dem Friedhof bestattet und das Grab für immer in einem ordentlichen Zustand gehalten werden.

Kriegsgefangenenlager 1075 Werdum WTM

Mitten im Dorf, Steinbaracke
40–50 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft 1940 bis 1945
Auf dem Friedhof liegt 1 Lette bestattet und 5 weitere Kriegsgräber mit Toten unbekannter Nationalität.

Kriegsgefangenenlager 5605 Neuwarfen Buttforde WTM

Kriegsgefangenenlager AK 5605 19 Franzosen Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1070 Ostbense Russenlager WTM

Steinbau
Kriegsgefangenenlager AK Nr. unbekannt
18 sowjetische Kriegsgefangene
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1941/1942 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1070 Ostbense Franzosenlager WTM

Steinbau
Kriegsgefangenenlager AK 1070
16 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1061 E Neuharlingersiel I WTM

Kriegsgefangenenlager AK 1061 E Franzosen, Anzahl nicht bekannt Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945

Arbeitserziehungslager Langeoog für Niederländer WTM

315 Niederländer aus dem Polizeilichen Durchgangslager Amersfoort wurden dort wegen Arbeitsverweigerung interniert und mussten Zwangsarbeiten verrichten. Bewacht durch Wehrmacht; in der Verantwortung der Gestapo Wilhelmshaven Mitte oder Ende 1944 bis Frühjahr 1945

Kriegsgefangenenlager 5532 Leerhafe WTM

Steinbau mit Waschraum Kriegsgefangenenlager AK 5532 Etwa 40 Kriegsgefangene: 12 Belgier und 29 Franzosen Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft und Bäckerei 1940 bis 1945 Auf dem Friedhof in Leerhafe sind zwei polnische Zwangsarbeiter bestattet.

Kriegsgefangenenlager 1141 Marx FRI

Ehemaliges Stallgebäude Kriegsgefangenenlager AK 1141 28 Franzosen und 12 Belgier Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945

Arbeitslager Marx Gemeinschaftslager FRI

Kriegsgefangenenlager 5531 Moorweg Schoo WTM

Bauer Herbert Janssen, Nebenscheune der Domäne Schoo, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5531 12 Franzosen und 8 Belgier Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1069 Holtgast Ziegelhof WTM

Saal der Gastwirtschaft »Ziegelhof«
Schafstall« genannt, Steinbau Kriegsgefangenenlager AK 1069
Zunächst Polen, dann Franzosen und einige Serben 1941, zwischen August 1943 und Mai 1944 waren es 50 Franzosen Landwirtschaft auf den Höfen in Holtgast, Utgast sowie in Teilen von Sterbur und Fulkum
1939 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1072 Horsten WTM

Kriegsgefangenenlager AK 1072 Französische Kriegsgefangene, von August 1943 bis Juli 1944 waren es 35 Franzosen Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1185 Langeoog „Russenlager“ WTM

Nordöstlicher Teil der Gemeinde an der Kreuzung Gartenstraße/Fritz-Reuter-Straße,
3 Holzbaracken,
Insgesamt 450 sowjetische Kriegsgefangene, im Januar 1942 waren es 250 Gefangene und im April 1942 waren es 174 Gefangene.
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679 Bunkerbau, Flugplatz und Dünenbefestigung
1941 bis 1945
Die ersten Toten wurden auf dem für Heimatlose vorgesehenen Friedhofsteil der Gemeinde beigesetzt. Später wurde ein Dünental in der Nähe als Friedhof für die Kriegsgefangenen bereitgestellt. Zwischen dem 11.9.1941 und dem 30.3.1942 wurden 113 verstorbene sowjetischen Kriegsgefangenen dort »ohne Zuschauer, möglichst bei Dunkelheit« begraben. Sie starben an Unterernährung, Körperschwäche und aufgetretenen Seuchenerkrankungen. Das Friedhofsamt erklärte nach Kriegsende, dass dort mit den 24 Strandleichen und den Kriegsgefangenen insgesamt 137 tote Ausländer bestattet worden seien. Wie viele wirklich verstorben sind, ist nicht bekannt, da nicht alle registriert wurden. Am 13.3.1945 kamen 300 ältere baltische Flüchtlinge aus einem Altersheim in Schwetz nach Langeoog. 56 von ihnen starben bis Ende Mai 1945 an Unterernährung, Erschöpfung und Entkräftung.

Kriegsgefangenenlager AK Franzosen Langeoog WTM

Südlich der Gartenstraße, zwischen Barkhauserstraße und der Straße am Wall, 3 km vom Hafen entfernt, große Baracke mit zwei Seitenflügeln Kriegsgefangenenlager AK Nr. nicht bekannt Etwa 80 Franzosen; von Februar 1942 bis Mai 1944 waren es 57 Franzosen, Polen und 1 Belgier. Einige Franzosen wurden zwischenzeitlich zum Ernteeinsatz auf dem Festland abgeordnet. Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679 26. August 1941 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1133 Funnix WTM

Pastorei im Dorf, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 1133 Etwa 26 Franzosen im August 1943 Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1080 Funnix Enno-Ludwigsgroden WTM

Kriegsgefangenenlager AK 1080 28 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1071 Gödens FRI

Beim Friesenhof, Baracke und Steinbau Kriegsgefangenenlager AK 1071
Etwa 30 Kriegsgefangene, zuerst 19 Franzosen im September 1942, dann auch sowjetische Kriegsgefangene
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 1073 Hesel Wittmund WTM

2 Zimmer im Hinterbau der Gaststätte Hermann Fehn, Steinbau Kriegsgefangenenlager AK 1073
Etwa 30 Kriegsgefangene
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
8–10 der Kriegsgefangenen wurden auch in Reepsholt und Hoheesche eingesetzt. 1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5321 Esens, Bensersieler Straße, Sterbur WTM

Kriegsgefangenenlager AK 5321
Etwa 40 Kriegsgefangene, zunächst 30 Serben (Juli 1941), Franzosen und Polen; zwischen August 1942 bis März 1944 ausschließlich 37 Polen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Gewerbebetriebe und Landwirtschaft 1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5309 Etzel Gastwirtschaft WTM

Tanzsaal der Gastwirtschaft von Emil Wilken, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5309
Etwa 30 Kriegsgefangene, zunächst Franzosen, ab Dezember 1942 auch 22 Serben
Bewacht durch Landesschützen-
Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5601 Friedeburg Mühle WTM

Holzbaracke in der Nähe eines Mühlenbetriebs Kriegsgefangenenlager AK 5601 20–25 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft und Mühlenbetrieb 1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager Fulkum WTM

Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK Nr. unbekannt Etwa 25 Gefangene, zunächst Polen, dann 20 Franzosen; zwischen August 1943 und Dezember 1944 23 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945