| Arbeitslager Heidmühle Waldschänke |
Zivilarbeitslager |
FRI |
Waldschänke Schoost, Baracke und Steinbau
Arbeitslager
70 Niederländer
Nicht bewacht
Schanzarbeiten, Panzergrabenbau Ende 1944 bis Frühjahr 1945 |
| KZ Außenlager von Neuengamme Wilhelmsghaven Banter Weg |
Konzentrationslager / KZ-Außenlager |
WHV |
Alter Banter Weg 3, 4 und 6, insgesamt 12 Baracken
Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme
Etwa 2.000 KZ-Häftlinge aus Polen, der Sowjetunion, Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Slowakei, Ungarn und aus dem Deutschen Reich
Bewacht in den ersten 2 Monaten durch französische SS-Männer, danach von 200 Marineartilleristen.
Werftarbeiten, Bombenräumarbeiten und Arbeiten in den Werkstätten des Lagers 17.9.1944–5.4.1945
Die Toten wurden auf einem Gräberfeld des Friedhofs Aldenburg in Wilhelmshaven bestattet. Bei der Räumung des Lagers am 3. April 1945 wurden zunächst 400 Kranke per Bahn nach Lüneburg abtransportiert. Dort starben mindestens 256 von ihnen bei einem alliierten Bombenangriff auf den Bahnhof. Die Überlebenden wurden weiter nach Bergen-Belsen transportiert.
80 Häftlinge blieben in Lüneburg verletzt zurück. Sie wurden am 11. April 1945 auf Befehl des dänischen SS-Transportführers Jepsen von den Wachleuten erschossen und im Wald verscharrt. Ein Mahnmal im Lüneburger Tiergarten erinnert heute an dieses Verbrechen.
Mindestens 234 KZ-Häftlinge starben. |
| Arbeitslager Wiesmoor Polenbaracke 3 a |
Zivilarbeitslager |
AUR |
Baracken
Etwa 50 polnische Zivil- und Zwangsarbeitende, darunter auch Frauen Bewachung unbekannt
Torfarbeiten und Landwirtschaft, Gartenbau Vor 1939 bis 1945
Von der NWK in Wiesmoor wurden Männer, Frauen und Kinder auch nach Klostermoor geschickt. Dort gab es ebenfalls einen Moorgutsbezirk.
Die Verstorbenen aus den beiden »Polen- Lagern« wurden in Bentstreek (Kreis Wittmund) beerdigt. Insgesamt liegen dort 28 Personen aus Polen und der Sowjetunion begraben. Unter den dort Bestatteten sind mindestens 7 kleine Kinder, die aus den Lagern in Wiesmoor stammen. |
| Kriegsgefangenenlager Wiesmoor 4b |
Kriegsgefangenenlager |
AUR |
Etwa 350 französische und sowjetische Kriegsgefangene
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft und Gartenbau der Nordwestdeutschen Kraftwerke (NWK) 1940 bis 1945
10 sowjetische Kriegsgefangene starben. Sie wurden auf dem Gelände des Kraftwerks in Hinrichsfehn bestattet (heute Golfplatz). Im Februar 1952 wurden die Toten nach Tannenhausen umgebettet. Die Identität einer der Toten ist unbekannt. |
| Kriegsgefangenenlager 5786 Varel Motorenwerke Aerostraße |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Motorenwerke, Neuenwege, 3 Baracken
210 Franzosen, 100 Italiener ab Februar 1944 und 90 sowjetische Kriegsgefangene ab Februar 1942
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Platzarbeiten
1940 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5533 Westrum |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Schule, Steingebäude
15–20 Gefangene, erst Belgier, später Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5388 Cleverns |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Oestringen, Steingebäude
30 Serben im August 1944
Bewacht durch Landesschützen-
Bataillon 679
Landwirtschaft
1941 bis 1945 |
| Arbeitslager Heidmühle Menkestraße |
Zivilarbeitslager |
FRI |
Menkestraße, Steinbau Arbeitslager
120 Niederländer
Nicht bewacht
Schanzarbeiten, Panzergrabenbau Ende 1944 bis Frühjahr 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5483 Altjührden Varel |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Schweinestall der Molkerei, Steingebäude
Zuerst Polen, dann 30–40 Serben sowie
Franzosen
Nicht bewacht
Landwirtschaft und Gewerbe
1941 bis 1945 |
| Arbeitslager Varel, Buschgastweg 16 |
Zivilarbeitslager |
FRI |
80 Polen, Franzosen, Niederländer und einzelne Tschechen, Belgier und Italiener
Nicht bewacht;
Lagerleitung Deutschen Arbeitsfront (DAF)
Arbeit in verschiedenen Vareler Betrieben
1939 bis 1945 |
| Arbeitslager Varel, Moorhausener Weg |
Zivilarbeitslager |
FRI |
|
| Arbeitslager Uhlhornwerke A. Heinen Varel, |
Zivilarbeitslager |
FRI |
Fa. A. Heinen, Bergstraße 8
Über 30 ukrainische Zwangsarbeitende, darunter 5 Familien, auch Frauen und Kinder Nicht bewacht;
Lagerleitung: Deutschen Arbeitsfront (DAF)
1940 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5607 Sillenstede |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Kniphausen
Etwa 45 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679; Wachleute waren der ehemalige Feldwebel Meyer aus Jever/Schlachte sowie Erich Lührs und Adolf Eggers aus Sillenstede.
Landwirtschaft
1940 bis 1945
In Sillenstede wurde der 18-jährige polnische Zwangsarbeiter Leszek Adamiak nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem Landwirt, bei dem er beschäftigt war, von der Gestapo auf einem Nachbarhof am 27.2.1944 in der Mittagszeit hingerichtet. Die Leiche wurde in Bremen eingeäschert und dort in einer Urne (Bez.: »Asche 40209«) bestattet. Sie liegt nach einer Umbettung auf dem Friedhof Bremen-Osterholz im sogenannten »KZ-Hügel«, Feld K. |
| Arbeitslager Sillenstede Ostarbeiter |
Zivilarbeitslager |
FRI |
Etwa 30 ukrainische Arbeitskräfte
Nicht bewacht
Landwirtschaft
1940 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5383 Varel Streek |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5383
24–40 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5412 Varel Borgstede |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Stillgelegte Ziegelei Schwarting, Steinbau
Zuerst Polen, dann 30 Serben und Kroaten
Bewacht durch Landesschützen-
Bataillon 679
Landwirtschaft
1942 bis 1945 |
| Arbeitslager Sande Neufeld für 3000 Personen |
Zivilarbeitslager |
FRI |
Ein ganzer Stadtteil in Sande mit 24 Wohngebäude wurden eigens für ausländische Arbeitskräfte erbaut, die kriegswichtige Arbeiten in Wilhelmshaven verrichten mussten.
Mindestens 3.000 Personen: Niederländer, Belgier, Franzosen, Tschechen, Italiener, Rumänen, Ungarn, Slowenen, Türken, Albaner, Luxemburger
Wache nur von der Kriegsmarine in Wilhelmshaven
Arbeiten, insbesondere für die Kriegsmarine in Wilhelmshaven
1939 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5880 Sande Cäciliengroden |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Seedeich, 4 Baracken
Kriegsgefangenenlager AK 5880
400 Kriegsgefangene, erst französische, dann sowjetische Staatsangehörige
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Verschiedene Einsatzbereiche
1940 bis 1945
Die Gräberliste vom evangelischen Friedhof in Sande umfasst 107 Gräber von ausländischen »Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft«: aus der Sowjetunion 39 Männer, 1 Frau und 5 Kinder (2 männlich, 3 weiblich) / aus Polen 20 Männer, 3 Frauen und 8 Kinder (4 männlich, 4 weiblich) / aus Belgien: 3 Männer und 1 Frau / aus den Niederlanden 2 Männer / aus der Slowakei 2 Männer / aus Frankreich und Tschechien je 1 Mann. Aus dieser Liste wurden 14 Niederländer gestrichen, die am 27.3.1953auf das niederländische Ehrenfeld nach Bremen-Osterholz umgebettet wurden. Es sind weiter 19 Personen hinzugekommen, die bis dato noch nicht in der Liste verzeichnet waren: Dazu gehören 2 Kinder, Franz Bialacka und Jolande Kamellor, von polnischen und italienischen Zwangsarbeitern, verstorben in den Jahren 1944 und 1945, sowie 4 Erwachsene und 13 Kinder aus Polen und der Sowjetunion, die 1947 und 1948 |
| Kriegsgefangenenlager 5968 Breddewarden |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Breddewarden
Kriegsgefangenenlager AK 5968
Baracken in Sengwarden
50 Franzosen, 10 Serben und 40 Sowjets, Bestand 08.42
Bewacht durch Landesschützen-Kommando 3/680
1940 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 6193 Breddewarden |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Kniphausen, Steinbau
Kriegsgefangenenlager
(Marine-Baubereitschaftskommando)
Etwa 40 Gefangene: 32 belgische,
8 französische, später auch sowjetische
Kriegsgefangene
Bewacht durch Landesschützen-
Bataillon 679
Landwirtschaft, ab 1944 Kriegsmarine
1940 bis 1945
Mindestens 8 sowjetische Kriegsgefangene
starben. |
| Kriegsgefangenenlager 6105 Jever, Lohne 3 |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Schlachter Johann Lübben, Lohne 3, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 6105
Etwa 20 sowjetische Kriegsgefangene Bewacht durch Landesschützen-
Bataillon 679
Entladung der Eisenbahn
1942 bis 1945
Jever II und III wurden am 24.4.1944 dem Landesbau-Bataillon 6 (Heer Jever) zugeteilt. |
| Kriegsgefangenenlager 5606 Minsen Zollhaus |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5606 Etwa 25 Franzosen und Belgier Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945 Auf dem Friedhof in Minsen sind der Pole Jurij Owczarek und der Ukrainer Iwan Johann Orenczak in einem Doppelgrab bestattet worden. |
| Kriegsgefangenenlager Kaserne Schillig |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
Steinbau Kriegsgefangenenlager AK Nr. unbekannt Etwa 15 sowjetische Kriegsgefangene Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Instandhaltungsarbeiten in der Kaserne 1942 bis 1945 |
| Kriegsgefangenenlager 5489 Minsen Kaiserei, Kaisershof |
Kriegsgefangenenlager |
FRI |
»Kaisershof« Gastwirtschaft Tiemens, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5489 25–30 französische, italienische und belgische Kriegsgefangene Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945 |