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Lager Lagertyp Landkreis Beschreibung
Arbeitslager Tichelwarf Schule LER

Schule, Steingebäude
90–120 Deutsche, Niederländer, Tschechen und Slowaken
Nicht bewacht
Schanzarbeiten
Ende 1944 bis Frühjahr 1945

Kriegsgefangenenlager 5537 Veenhusen Kieskuhlen LER

Kiesgrube, Holzbaracke
18 Serben
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Kiesgrube und Landwirtschaft
Noch 1949 lebte der befreite Kriegsgefangene Ratomir Abradowic in Veenhusen bei der Landwirtin Frau Enno Lay.

Kriegsgefangenenlager 5239 Velde, Stickhausen LER

Saal der Gastwirtschaft »Zur Post«, Steingebäude.
Es diente schon im Ersten Weltkrieg als Gefangenenlager und wurde ab 1933 als Lager des Reichsarbeitsdienstes (RAD) genutzt.
25–30 Franzosen bis 1943, danach Serben
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Arbeitslager Vellage OT LER

Arbeitslager der Organisation Todt (OT)
30–40 Italiener
Bewachung unbekannt; unterstand Parteifunktionären der NSDAP
November 1944 bis 23. April 1945
In Vellage wurde 1 sowjetischer Zwangsarbeiter auf dem Friedhof bestattet.

Kriegsgefangenenlager 5253 Potshausen LER

Armenhaus, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5253
25–30 Kriegsgefangene: Belgier, Franzosen, sowjetische Staatsangehörige, später auch Tschechen und Slowaken
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5238 Remels LER

Schützenhaus in der Ortsmitte zwischen Schützenstraße, Altem Postweg und Hoststraße, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5238
60 Franzosen und Serben, später sowjetische Staatsangehörige
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945
Auf dem neuen Friedhof in Remels sind 4 Kriegsgräber. Dort liegen 2 Franzosen, 1 Pole und 1 Niederländer.

Arbeitslager Stapelmoor Gut Groeneveld (Spennigaborg) LER

Arbeitslager Stapelmoor
Gut Groeneveld in Spenningaborg, Steingebäude (ehemaliges Zuchthaus)
Arbeitskräfte aus Wiesmoor von der NWK, die dort gemeldet waren, also Polen oder Sowjets
Torfarbeiten
von März bis Ende Mai 1945
nähere Angaaben unbekannt
Meldung durch den Gutsverwalter Hellmers
In diesem Zuchthaus waren von 1939 bis 1944 Strafgefangene des Emder Gefängnis zur Zwangsarbeit in Stapelmoor untergebracht.

Kriegsgefangenenlager 5302 Steenfelde LER

Ehemaliges Kaufhaus Hülsebus, Steenfelder Dorfstraße 39, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5302
20 Franzosen
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5503 Südgeorgsfehn LER

Kriegsgefangenenlager AK 5503
19 Serben
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1941 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5305 Nortmoor LER

Im Pfarrhaus, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5305
15–20 Kriegsgefangene: zunächst Franzosen, später sowjetische Staatsangehörige
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
Die Wachleute aßen reihum bei den Landwirten zu Mittag.

Arbeitslager Nortmoor für Niederländer LER

60 Niederländer
Nicht bewacht
Landwirtschaft

Arbeitslager Oldersum Reichsbahn LER

Reichsbahn, Fa. Hirdes, Duisburg,
Baracken
Arbeitslager
80–100 Niederländer, Polen, Jugoslawen, Franzosen, Tschechen, Slowaken sowie sowjetische Staatsangehörige
Nicht bewacht
Erd- und Bahnarbeiten, später nach Stilllegung der Bahnarbeiten arbeiteten die Zwangsarbeiter auch auf der Werft in Oldersum und in anderen Betrieben.
Ein sowjetischer Zwangsarbeiter verstarb im Sandhorster Krankenhaus und wurde auf dem Lamberti-Friedhof bestattet.

Kriegsgefangenenlager 5221 Oltmansfehn LER

Landarbeiterhaus, Steingebäude, abseits
vom Ort, in der Mitte des Barkenverbindungsweges auf der Westseite
Kriegsgefangenenlager AK 5221
60–70 Franzosen und Serben
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679, vergitterte Fenster
Landwirtschaft
1940 bis 1945
Auf dem Friedhof in Ockenhausen, Gemeinde Oltmannsfehn, liegt die Polin Sophie Jendrekirwz begraben (III. Teil, Reihe 2, Grab 3).

Kriegsgefangenenlager 1081 A Poghausen LER

Alte Hofstelle in der Nähe der Ortsmitte, Brückstraße, Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 1081 A
50 Kriegsgefangene aus Frankreich, Belgien, Serbien und der Sowjetunion
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft und Entwässerungsarbeiten
1940 bis 1945

Arbeitslager Landschaftspolder Haus Löblein LER

Theodor Relotius, später Haus Löblein, Hausnr. 69, 5 Räume mit barackenähnlichem Anbau, Steingebäude
Arbeitslager
60–80 Zivil- und Zwangsarbeiter; Niederländer, später sowjetische Staatsangehörige, vor allem Ukrainer
Nicht bewacht
Landwirtschaft
1 ukrainische Hausgehilfin, die bei einem Bauern in Landschaftspolder arbeitete, bekam 1 Kind zusammen mit einem der ukrainischen Zwangsarbeiter des Lagers. Arbeitskräfte wurden auch an das Lager in Bunderhee »abgegeben«.
1944 waren Angehörige des Volkssturms aus Timmel und Aurich in der Schule des Landschaftspolders einquartiert. Sie hoben einen Verteidigungsgraben von Landschaftspolder bis Wymeer aus.

Kriegsgefangenenlager 5325 Logabirum LER

Pastorei, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5325 15–20 Franzosen, später sowjetische Kriegsgefangene. Die Franzosen wurden Ende 1943 bzw. Anfang 1944 Zivilarbeiter bei den Bauern, wohnten aber weiterhin im Lager. Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679 Landwirtschaft 1940 bis 1945 Auf dem Friedhof in Loga liegt der Pole Josef Buchowski (Reihe 20 Grab 21). Er starb am 25.7.1943 in Nettelburg.

Kriegsgefangenenlager 5161 Mitling Mark LER

Kriegsgefangenenlager 5588 Midlum Ziegelei Cramer LER

Ziegelei Cramer, Arbeiterhaus, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5588 Etwa 25 Personen: zunächst Niederländer als Zwangsarbeiter, später französische Kriegsgefangene und einige Serben; ab Juni 1942 sowjetische Kriegsgefangene Eingezäunt, nachts bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679 Zwangsarbeiter in der Ziegelei; Kriegsgefangene in der Landwirtschaft und um Bombenschäden zu beseitigen 1940 bis 1945

Arbeitslager Möhlenwarf Schanzarbeiten LER

Schule am Knotenpunkt und Kinderheim, Steingebäude Arbeitslager einer Bremer Firma 120 Zivilarbeiter: Niederländer, Franzosen, Tschechen, Slowaken, darunter auch 40 Deutsche Nicht bewacht Schanzarbeiten November 1944 – Ende April 1945

Kriegsgefangenenlager 5590 Nordgeorgsfehn LER

Steingebäude
Kriegsgefangenenlager AK 5590
40–50 Franzosen und Serben
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940 bis 1945
Noch 1949 lebte der Jugoslawe Rados Mitrovich, ein befreiter Kriegsgefangener, bei der Witwe Taline Lambertus. Auf dem Friedhof in Nordgeorgsfehn (Grab 765) liegt der Niederländer Jakob Schipper begraben.

Kriegsgefangenenlager 1102 Ihrhove Alte Molkerei LER

Neben der alten Molkerei, Nr. 2, Holzbaracken
Kriegsgefangenenlager AK 1102
50 Franzosen, später dann
15 – 20 sowjetische Kriegsgefangene Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
Die ärztliche Betreuung der Gefangenen erfolgte durch den Arzt Dr. Mayering aus Collinghorst. Geleitet wurde das Lager vom damaligen Bürgermeister.

Kriegsgefangenenlager 5311 Jemgum Ziegelei Reins LER

Ziegelei Reins, Holzbaracken Kriegsgefangenenlager AK 5311
30–40 Gefangene: Franzosen, Belgier, Serben, später Italiener und sowjetische Staatsangehörige
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Landwirtschaft
1940–1944
Das Lager wurde im Sommer 1944 aufgelöst und die Kriegsgefangenen auf andere Gemeinden verteilt.

Kriegsgefangenenlager 5587 Middelsten Borgum LER

Lagerraum in der Ziegelei, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5587
Etwa 25 Gefangene: 1941 waren es zunächst 23 Serben, die 1942 nach Holtland verlegt wurden. Anschließend kamen 23 – 26 sowjetische Kriegsgefangene. Als am 24.4.1945 durch einen Bombenangriff die Ziegelei einschließlich des Lagerraums komplett niederbrannte, wurde das Lager aufgelöst. Der Angriff forderte keine Todesopfer und Verletzte.
Bewacht durch Landesschützen-
Bataillon 679
Ziegelei
1941 bis 1945

Kriegsgefangenenlager AK 54 Torfwerk Klostermoor LER

Torfwerk, Hames & Cie. Holzbaracken
Kriegsgefangenenlager AK 54
150 sowjetische Kriegsgefangene
Zuvor waren dort 230 niederländische und westeuropäische Zivilarbeiter untergebracht.
Bewacht durch Landesschützen-Bataillon 679
Torfarbeiten
1942 bis 1945
Im Sterberegister zum Klostermoorer Torfwerk sind 15 Geburten und 2 Sterbefälle eingetragen. Sie beziehen sich auf die ausländischen Arbeitskräfte rund um das Torfwerk.