Klostermoor AK 54
Gleich nach Kriegsbeginn kamen zuerst französische Kriegsgefangene zur KS&TG (Klostermoorer Siedlungs-
Torfverwertungsgesellschaft), die in einer Baracke am Dreieck untergebracht und von drei bis vier
Soldaten bewacht wurden. Morgens wurden die Gefangenen mit einem Plateauwagen ins Moor zu
ihrer Arbeitsstelle gebracht. Wachoffizier war der Hauptfeldwebel Karl Matlage. Er versuchte bei
den Bauern auch Kartoffeln für die Gefangenen zu bekommen (1).
In Klostermoor, am Ende der heutigen Groenewold Straße, direkt an Papenburg grenzend, wurden
gegen Ende des Zweiten Weltkrieges drei Baracken zur Unterbringung von ca. 150 sowjetischen
Kriegsgefangenen gebaut. Es gab keine einheimischen Männer für die anfallenden Arbeiten.
Die Baracken waren mit Stacheldraht umzäunt und wurden von Landeschützern des Landesschützenbataillons 679
bewacht.
Das Kommando war mit durchschnittlich 230 sowjetischen Kriegsgefangenen belegt. Beschäftigt waren die
Gefangenen bei den Firmen Klostermoor GmbH (Torf verarbeitender Betrieb) und Mohaupt &
Seidensticker KG (Kokswerk und Torfverarbeitung) im Torfmoor. Bei der Arbeit trugen sie ihre
Uniformen. Ihre Arbeitszeit war von morgens 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die
Kriegsgefangenen bekamen einen geringen Lohn für Ihre Arbeit (2).
Das Arbeitskommando bestand von 1942 bis 1945.
(Verfasst von Alwin de Buhr und Hans-Jürgen Sonnenberg)
1 nach Frau Wilhelma Heinze, Langholt (mündliche Überlieferung)
2 Frau Wilhelma Heinze, Langholt, aus dem Buch von Wilhelm Lalk, Über den maschinellen Torfabbau in
Klostermoor, Langholt: Selbstverlag, 1995
