Lagertyp: Zivilarbeitslager
Für die ostfriesische Halbinsel lassen sich bislang knapp 160 Zivilarbeitslager nachweisen. Reichsweit waren es über 30.000 – eingerichtet in Sälen von Gaststätten, ungenutzten Pfarrhäusern oder alten Schulen, in Fabrikhallen, landwirtschaftlich genutzten Gebäuden, einfachen Schuppen oder in extra dafür errichtete Baracken. Die Zivilarbeitslager waren Sammelunterkünfte und in der Regel unbewacht. Sie hatten unterschiedliche Träger, etwa private Unternehmer, die Reichsbahn, die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) oder die Organisation Todt.
| Lager | Lagertyp | Landkreis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Arbeitslager Nortmoor für Niederländer | Zivilarbeitslager | LER | 60 Niederländer |
| Arbeitslager Oldersum Reichsbahn | Zivilarbeitslager | LER | Reichsbahn, Fa. Hirdes, Duisburg, |
| Arbeitslager Landschaftspolder Haus Löblein | Zivilarbeitslager | LER | Theodor Relotius, später Haus Löblein, Hausnr. 69, 5 Räume mit barackenähnlichem Anbau, Steingebäude |
| Arbeitslager Möhlenwarf Schanzarbeiten | Zivilarbeitslager | LER | Schule am Knotenpunkt und Kinderheim, Steingebäude Arbeitslager einer Bremer Firma 120 Zivilarbeiter: Niederländer, Franzosen, Tschechen, Slowaken, darunter auch 40 Deutsche Nicht bewacht Schanzarbeiten November 1944 – Ende April 1945 |
| Klostermoor Gemeinschaftslager Torfwerk | Zivilarbeitslager | LER | |
| Arbeitslager Holte | Zivilarbeitslager | LER | Arbeitslager |
| Arbeitslager Holthusen Schanzarbeiten | Zivilarbeitslager | LER | In den Schulen, Steingebäude Arbeitslager |
| Arbeitslager Collinghorst | Zivilarbeitslager | LER | Dreschdiele von Jan Steenblock, |
| Arbeitslager Diele ehemalige Schule | Zivilarbeitslager | LER | Katholische Schule und die Scheune von |
| Arbeitslager Filsum | Zivilarbeitslager | LER | 20–25 Personen: 1940 waren es 15 Ukrainer. Nicht bewacht Versuchsstation in Potshausen |