Lagertyp: Zivilarbeitslager
Für die ostfriesische Halbinsel lassen sich bislang knapp 160 Zivilarbeitslager nachweisen. Reichsweit waren es über 30.000 – eingerichtet in Sälen von Gaststätten, ungenutzten Pfarrhäusern oder alten Schulen, in Fabrikhallen, landwirtschaftlich genutzten Gebäuden, einfachen Schuppen oder in extra dafür errichtete Baracken. Die Zivilarbeitslager waren Sammelunterkünfte und in der Regel unbewacht. Sie hatten unterschiedliche Träger, etwa private Unternehmer, die Reichsbahn, die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) oder die Organisation Todt.
| Lager | Lagertyp | Landkreis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Arbeitslager Boen Alte Schule | Zivilarbeitslager | LER | In einer Schule |
| Arbeitslager Heidmühle Waldschänke | Zivilarbeitslager | FRI | Waldschänke Schoost, Baracke und Steinbau |
| Arbeitslager Wiesmoor Polenbaracke 3 a | Zivilarbeitslager | AUR | Baracken |
| Arbeitslager Heidmühle Menkestraße | Zivilarbeitslager | FRI | Menkestraße, Steinbau Arbeitslager |
| Arbeitslager Varel, Buschgastweg 16 | Zivilarbeitslager | FRI | 80 Polen, Franzosen, Niederländer und einzelne Tschechen, Belgier und Italiener |
| Arbeitslager Varel, Moorhausener Weg | Zivilarbeitslager | FRI | |
| Arbeitslager Uhlhornwerke A. Heinen Varel, | Zivilarbeitslager | FRI | Fa. A. Heinen, Bergstraße 8 |
| Arbeitslager Sillenstede Ostarbeiter | Zivilarbeitslager | FRI | Etwa 30 ukrainische Arbeitskräfte |
| Arbeitslager Sande Neufeld für 3000 Personen | Zivilarbeitslager | FRI | Ein ganzer Stadtteil in Sande mit 24 Wohngebäude wurden eigens für ausländische Arbeitskräfte erbaut, die kriegswichtige Arbeiten in Wilhelmshaven verrichten mussten. |
| Arbeitslager Jever, Engl. Weg | Zivilarbeitslager | FRI |