Lagertyp: Zivilarbeitslager
Für die ostfriesische Halbinsel lassen sich bislang knapp 160 Zivilarbeitslager nachweisen. Reichsweit waren es über 30.000 – eingerichtet in Sälen von Gaststätten, ungenutzten Pfarrhäusern oder alten Schulen, in Fabrikhallen, landwirtschaftlich genutzten Gebäuden, einfachen Schuppen oder in extra dafür errichtete Baracken. Die Zivilarbeitslager waren Sammelunterkünfte und in der Regel unbewacht. Sie hatten unterschiedliche Träger, etwa private Unternehmer, die Reichsbahn, die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) oder die Organisation Todt.
| Lager | Lagertyp | Landkreis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Arbeitslager Collstede Reichsbahn | Zivilarbeitslager | FRI | Moorhauserweg, 2 Steingebäude, |
| Arbeitslager Middelsfähr Bauhandwerk | Zivilarbeitslager | FRI | Oestringen, 5 Baracken Arbeitslager Etwa 350 Deutsche, Belgier, Niederländer, Polen und Ukrainer Nicht bewacht Bauhandwerk 1939 bis 1945 |
| Arbeitslager Sanderbusch Landwirtschaft u Baugewerbe | Zivilarbeitslager | FRI | 6 Baracken |
| Arbeitslager Sande Reichsbahn | Zivilarbeitslager | FRI | Arbeitslager Sande |
| Arbeitslager Varel Gorch-Fock-Str. Schuhfabrik Höfers | Zivilarbeitslager | FRI | Schuhfabrik Höfers |
| Arbeitslager Varel Meischenstr. Lager Kengelbach | Zivilarbeitslager | FRI | Kengelbach |
| Arbeitslager Varel Gemeinschaftslager Alte Warf 23 | Zivilarbeitslager | FRI | 9 Baracken |
| Arbeitslager Varel Langendamm Sumpfweg | Zivilarbeitslager | FRI | Sumpfweg, 5 Baracken |
| Arbeitslager Varel Neuenwege Motorenwerke | Zivilarbeitslager | FRI | 4 Baracken |
| Arbeitslager Varel Motorenwerke Franzosen u Ndl | Zivilarbeitslager | FRI | Motorenwerke, 2 Baracken |