Lagertyp: Zivilarbeitslager
Für die ostfriesische Halbinsel lassen sich bislang knapp 160 Zivilarbeitslager nachweisen. Reichsweit waren es über 30.000 – eingerichtet in Sälen von Gaststätten, ungenutzten Pfarrhäusern oder alten Schulen, in Fabrikhallen, landwirtschaftlich genutzten Gebäuden, einfachen Schuppen oder in extra dafür errichtete Baracken. Die Zivilarbeitslager waren Sammelunterkünfte und in der Regel unbewacht. Sie hatten unterschiedliche Träger, etwa private Unternehmer, die Reichsbahn, die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) oder die Organisation Todt.
| Lager | Lagertyp | Landkreis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Fa. Schumacher | Zivilarbeitslager | EMD | Torfmarkt (Heute: Brauersgraben) |
| Admiral-Scheer-Straße | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute: Geibelstraße) |
| Solo Feinfrost GmbH | Zivilarbeitslager | EMD | Außenhafen |
| Wallsaal | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute: Grasstraße) |
| Alter Sportplatz | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute: Zwischen beiden Bleichen) |
| Brockzetel Arbeitslager der Organisation Todt (OT) | Zivilarbeitslager | Barackenlager des AK weitergenutzt 300 italienische Militärinternierte Bewachung unbekannt Flughafen Wittmundhafen 1943 |
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| Bauhof, Organisation Todt (OT) | Zivilarbeitslager | Arbeitslager Etwa 150 Polen, Belgier und auch Balten Nicht bewacht Schanzarbeiten 1940 bis Mitte 1944 |
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| Beim Nielsen Park | Zivilarbeitslager | Heute: Umspannwerk, Baracken |
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| Bei der katholischen Lagerkirche | Zivilarbeitslager | Baracken |
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| »Polen«-Lager | Zivilarbeitslager | Baracken |