Lagertyp: Zivilarbeitslager
Für die ostfriesische Halbinsel lassen sich bislang knapp 160 Zivilarbeitslager nachweisen. Reichsweit waren es über 30.000 – eingerichtet in Sälen von Gaststätten, ungenutzten Pfarrhäusern oder alten Schulen, in Fabrikhallen, landwirtschaftlich genutzten Gebäuden, einfachen Schuppen oder in extra dafür errichtete Baracken. Die Zivilarbeitslager waren Sammelunterkünfte und in der Regel unbewacht. Sie hatten unterschiedliche Träger, etwa private Unternehmer, die Reichsbahn, die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) oder die Organisation Todt.
| Lager | Lagertyp | Landkreis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Zur alten Brikettfabrik | Zivilarbeitslager | EMD | Zur alten Brikettfabrik Ledigenheim 40 Zwangsarbeiter |
| Bezirksabgabenstelle Concordia | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute: Auricher Straße) |
| Brandenburger Straße | Zivilarbeitslager | EMD | Brandenburger Straße Barackenlager 79 Zwangsarbeiter: 56 Italiener, 18 Niederländer, 5 sowjetische Staatsangehörige |
| Nesserland | Zivilarbeitslager | EMD | 72 niederländische Zwangsarbeiter |
| Alter Hafen | Zivilarbeitslager | EMD | Alter Hafen 60 Zwangsarbeiter: 58 Niederländer, 2 Belgier |
| Gymnasium | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute: Neutorstraße) |
| Lyzeum | Zivilarbeitslager | EMD | Hindenburgstraße (Heute: Ringstraße) |
| Neptundock II | Zivilarbeitslager | EMD | 34 Zwangsarbeiter: 21 sowjetische Staatsangehörige, |
| Neptundock I | Zivilarbeitslager | EMD | 47 Zwangsarbeiter: 21 Italiener, |
| Fa. Neeland | Zivilarbeitslager | EMD | Hindenburgstraße (Heute: Ringstraße) |