Lagertyp: Zivilarbeitslager
Für die ostfriesische Halbinsel lassen sich bislang knapp 160 Zivilarbeitslager nachweisen. Reichsweit waren es über 30.000 – eingerichtet in Sälen von Gaststätten, ungenutzten Pfarrhäusern oder alten Schulen, in Fabrikhallen, landwirtschaftlich genutzten Gebäuden, einfachen Schuppen oder in extra dafür errichtete Baracken. Die Zivilarbeitslager waren Sammelunterkünfte und in der Regel unbewacht. Sie hatten unterschiedliche Träger, etwa private Unternehmer, die Reichsbahn, die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) oder die Organisation Todt.
| Lager | Lagertyp | Landkreis | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Engerhafe »Gemeinschaftslager« | Zivilarbeitslager | Barackenlager am Dodentwenter und im Pfarrgarten |
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| Arbeitslager Eilsum Pastorei, weitergenutzt | Zivilarbeitslager | Arbeitslager 30 sowjetische Zwangsarbeiter Landwirtschaft 1943–1945 |
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| Neue Heimat | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute: Geibelstraße) |
| Freiligrath Straße | Zivilarbeitslager | EMD | 5 Holzbaracken |
| Arbeitslager ohne Namen | Zivilarbeitslager | EMD | Boltentorstaße |
| Adolf-Hitler-Straße | Zivilarbeitslager | EMD | (Heute Kaserne) |
| Hoch-Tief AG, Friesland | Zivilarbeitslager | EMD | 769 Zwangsarbeiter |
| Heringsfischerei | Zivilarbeitslager | EMD | 148 Zwangsarbeiter |
| Dollartfischerei | Zivilarbeitslager | EMD | 86 Zwangsarbeiter |
| Hazis, Ihnen | Zivilarbeitslager | EMD | Zungenkai, |