Kurz nach Kriegsbeginn wurde zur Unterbringung von polnischen Kriegsgefangen in Akelsbarg in einem Klassenraum der Volksschule ein Arbeitskommando eingerichtet, die dort bis Oktober 1941 geblieben sind und dann in den Zivilarbeiterstatus entlassen wurden. Die Unterkunft war zusätzlich noch mit Stacheldraht gesichert worden. Für die entlassenen Polen wurden ca. 30 serbische Gefangene nach Akelsbarg verlegt (Bestand am 13.1.1945: 16 Serben). Die Serben blieben bis zum Kriegsende im Kommando.
Alle Gefangenen mussten außerhalb des Lagers in der Landwirtschaft arbeiten. Dabei wurden sie stichprobenweise kontrolliert von 2 Wachleuten der 2. Kompanie des Landesschützenbataillons 679. Während der Winterzeit war um 7.00 Uhr Wecken, in der übrigen Zeit um 6.00 Uhr. Täglich wurde durchschnittlich 8 Stunden gearbeitet. Die Arbeit wurde bezahlt, zusätzlich mussten die Gefangenen aber auch in der Saison Sonntagsarbeit leisten. In der Regel mussten sie zu Fuß zu ihren Arbeitsplätzen gehen, bei größeren Entfernungen wurde auch manchmal vom Arbeitgeber ein Fahrrad zur Verfügung gestellt. Von Zeit zu Zeit wurden auf Anordnung des Kommandoführers Appelle durchgeführt.1 Die Gefangenen trugen bei der Arbeit außer ihren Uniformen auch ihre Erkennungsmarken immer bei sich.
In ihrer Freizeit durften sich die serbischen Gefangenen mit Genehmigung in Akelsbarg frei bewegen, später bekamen sie dafür einen Ausweis.
Das Kommando hat von 1939 bis Kriegsende 1945 bestanden.
(verfasst von Alwin de Buhr und Hans-Jürgen Sonnenberg)
1 StAA, Rep. 230, Nr. 90; StAA, Rep. 79, Nr. 3970; Rep. 44, Nr. 750
