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Kriegsgefangenenlager 5499 Mittegroßefehn Theesfeld

Anwesen Theesfeld, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5499 15–20 Serben, auch Tschechen und Slowaken Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft 1941 bis 1945

Kriegsgefangenenlager 5499 Mittegroßefehn Theesfeld

Anwesen Theesfeld, Steingebäude Kriegsgefangenenlager AK 5499 15–20 Serben, auch Tschechen und Slowaken Bewacht durch Landesschützen- Bataillon 679 Landwirtschaft 1941 bis 1945

Über das Lager in Mittegroßefehn ist bisher nicht viel bekannt. Das Anwesen Theesfeld hatte nach dem Adressbuch des Kreises Aurich von 1926 die Adresse Mittegroßefehn, Haus Nr. 25. Das ist heute in Mittegroßefehn wahrscheinlich die Schrahörnstraße 40.1

Das Lager war ein Steingebäude mit 15-20 Insassen, die überwiegend Zwangsarbeit in der Landwirtschaft leisten mussten. Sie erhielten dafür 1 RM pro Tag. Das Lager war relativ offen. Die Kriegsgefangenen wurden allerdings nachts eingeschlossen. Es handelte sich um 15 – 20 Gefangene, zuletzt um 14 Serben, die vorwiegend aus dem Stalag XB Sandbostel bei Bremerhaven kamen, sowie Tschechen und Slowaken. Das Lager wurde im Februar 1945 aufgelöst.2.

Im April 1945 kamen ca. 100 polnischen „Zivilarbeiter“ nach Mittegroßefehn, die 2-3 Nächte in der Gastwirtschaft Joosten unterkamen, wie der Polizeiwachtmeister Scholz, Mittegroßefehn, am 07.07.1949 berichtete.3 Heute handelt es sich bei der ehemaligen Gaststätte um ein leerstehendes Gebäude in Mittegroßefehn, an der Ecke B72, Schrahörnstraße.

 

  1. Schriftlicher Hinweis von Dr. Heiko Suhr an Alwin de Buhr, 29.02.24
  2. Quelle: StAA, Rep. 230, Nr. 90; Sonnenberg, Gefangen hinter Stacheldraht, S. 104
  3. Anlage
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