Arle, Kommando 1174
In einer Baracke am Mensteder Weg südlich des Hasenweges waren zuerst etwa 40 Polen untergebracht. Sie arbeiteten tagsüber bei Bauern in der weiteren Umgebung bis nach Südarle und Südcoldinne. Sie wurden bewacht vom Wachmann Johannes Escher aus Arle. Später schliefen bzw. wohnten die Polen bei ihren „Arbeitgebern“.
In einem Raum der zweiklassigen Arler Schule waren etwa 40 französische Kriegsgefangene untergebracht, die bei den Bauern in der Umgebung arbeiten mussten, auf größeren Höfen waren auch mehrere Gefangene gleichzeitig im Einsatz. So arbeiteten bei Theodor Reents vier, bei Reno Reents drei und bei H. Dasenbrook in Arle zwei der Franzosen. Einer der war früher bei der Post beschäftigt, andere waren Bauern, Frisöre oder auch Studenten. Auch in Südcoldinne mussten bei einigen Bauern franz. Kriegsgefangene aus dem Arler Lager arbeiten. Weitere Gefangene die dort in der Landwirtschaft beschäftigt gewesen sind waren Mario Senegal (bei Frerich Meierhoff), Rene`und Lionel (bei Heie de Vries, jetzt Bernhard de V.). Begleitet wurden sie von einem Wachmann Puls aus Hamburg, der später durch Christian de Groot abgelöst wurde.
Als die Polen die Baracke geräumt hatten, wurden die französischen Kriegsgefangenen dorthin umquartiert. Die Baracke war nicht besonders gesichert. Abends wurden von außen Holzläden vor die Fenster gelegt und durch Querhölzer gesichert.
Das Verhältnis zwischen den Kriegsgefangenen und der Bevölkerung von Arle war gut. Von ihnen lernten Arler Schulkinder u.a. von 1 bis 10 in französischer Sprache zu zählen. Als einer der Gefangenen an einer Lungenentzündung erkrankte, wurde er im Haus versorgt und gesund gepflegt.1
1 Hinrich Gast, Menstede-Coldinne und Wilhelm Escher, Arle
(Recherchiert und verfasst von Hans-Jürgen Sonnenberg, Nienburg)
| Dateiname | Typ | Dateigröße | Download |
|---|---|---|---|
| Bresson_3_241012 | jpeg | 0,43 MB |
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