Westerholt AK 1074
Ab 1940 wurden in dem Ort 20 bis 25 Kriegsgefangene aus dem Stammlager (Stalag XC Nienburg) interniert. Der Raum, in dem die Kriegsgefangenen Franzosen und Serben schliefen, war gut ausgebaut und befand sich im Hinterhaus der Gastwirtschaft „Zur Sonne“ von Gerhard Folkerts. Dort waren etwa je zur Hälfte Franzosen und Serben. Die französischen Gefangenen wurden später verlegt.( 1 ) Im Januar 1944 befanden sich noch 17 serbische Gefangene im Kommando.
Alle Gefangenen haben in der Landwirtschaft und bei kleinen Handwerkern gearbeitet. Dafür haben sie im Monat ca. 30 RM verdient, die Ihnen allerdings in Form von Lagergeld ausgezahlt worden sind. Zur Bewachung war ein Posten des Landesschützenbataillons 679 anwesend, der aber nur von Zeit zu Zeit ihre Anwesenheit kontrolliert hat.
Die Gefangenen sollen Ausweise bekommen haben und auch Urlaubsscheine (1). 1945 wurde das Kommando aufgelöst und die Serben zu einer Sammelstelle gebracht.
(verfasst von Alwin de Buhr und Hans-Jürgen Sonnenberg)
1 StAA, Rep. 230, Nr. 90
